Wie weiter mit dem Velonetz rund um den Bahnhof Wildegg?
In Wildegg weist das kantonale Velonetz verschiedene Schwachstellen auf, wie etwa die Querung der Gleise. Ein Projektteam mit Vertretenden der Gemeinde Möriken-Wildegg, der SBB und des Kantons arbeitet seit Sommer 2025 an Lösungen, um die Situation langfristig zu verbessern. Gleichzeitig erarbeitet die Gemeinde Möriken-Wildegg eine kurzfristig realisierbare, provisorische Lösung für den Veloverkehr zur Schule. Nun werden mögliche Varianten der Veloführung untersucht und bewertet. Resultate sollen bis Sommer 2026 vorliegen und aufzeigen, wie Velos von der Aarebrücke her kommend die SBB-Gleise und die Bruggerstrasse sicherer queren können.
Das kantonale Velonetz weist in Wildegg diverse Schwachstellen auf. Ein Projektteam mit Vertretenden der Gemeinde Möriken-Wildegg, der SBB und des Kantons sowie einem externen Planungsbüro arbeitet seit Sommer 2025 daran, die Situation langfristig zu verbessern. Für eine gute Veloführung gibt es mehrere Herausforderungen vor Ort: Die Schutzbestimmungen der Gewässerräume von Aare, Aabach und Bünz, der Denkmalschutz, dichte Überbauungen, das stark belastete Kantonsstrassennetz sowie Belange der SBB. Diese Interessen grenzen die Lösungen für eine optimale Veloführung ein. Deshalb stimmt sich das Projektteam eng mit den betroffenen Fachstellen ab. Weiter werden die relevanten organisierten Verbände in den Prozess einbezogen.
Zehn Varianten werden bewertet
Ausgehend von möglichen Querungsstellen der Gleise hat das Projektteam auf beiden Seiten des Bahndamms verschiedene denkbare Linienführungen zusammengetragen mit dem Ziel, eine durchgehend befahrbare Verbindung für den Veloverkehr zwischen Aarebrücke und Lauéstrasse zu planen. Als Orte für eine Querung der Gleise kommen die heutige Jurastrasse (falls dereinst durch eine Umfahrung vom motorisierten Individualverkehr entlastet), der bestehende alte Jowa-Kanal sowie die Möglichkeit einer neuen Gleisunter- oder Gleisüberführung nördlich des Bahnhofs in Frage. In Richtung Osten sind anschliessend Verbindungen auf oder entlang der Jurastrasse sowie durch das Gebiet Hinterwildegg denkbar. Die Bruggerstrasse kann entweder ober- oder unterirdisch gequert werden.
Die Projektsteuerung – bestehend aus Vertretenden des Gemeinderats Möriken-Wildegg, der SBB Infrastruktur sowie den kantonalen Abteilungen Tiefbau (Realisierung) und Verkehr (Verkehrsplanung) – hat zehn Varianten definiert, die das Projektteam als grundsätzlich machbar beurteilt. Diese zehn Varianten werden in einem nächsten Schritt vertieft untersucht und anschliessend bewertet. Kriterien für die Bewertung sind unter anderem Direktheit, Attraktivität, Sicherheit, Kosten und Umsetzbarkeit. Bis Sommer 2026 soll eine Auswertung vorliegen, die zeigt, welche Variante pro Szenario die beste Lösung darstellt.
Abhängigkeit zu einer möglichen Umfahrung Wildegg und kurzfristige Schulwegführung
Die Möglichkeiten zur langfristigen Verbesserung des kantonalen Velonetzes in Möriken-Wildegg sind abhängig von der Linienführung einer möglichen Umfahrung Möriken-Wildegg. Da die Untersuchungen zur Umfahrung zurzeit noch laufen, wird in der Velostudie diesbezüglich mit unterschiedlichen Szenarien gearbeitet.
Unabhängig von den Fragen, ob eine Umfahrung Möriken-Wildegg realisiert wird oder nicht, und wie das kantonale Velonetz in Zukunft verläuft, muss die Zugänglichkeit des Oberstufenstandorts in Wildegg bereits kurzfristig möglich sein. Deshalb prüft der Gemeinderat Möriken-Wildegg derzeit eine provisorische Streckenführung, um per Schuljahr 2027/28 den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Schulweg mit dem Velo zur Verfügung stellen zu können.
Quelle: Kanton Aargau
18.12.2025