Stadtrat legt Entscheide zur öV-Studie Baden–Turgi–Gebenstorf fest
Der Stadtrat Baden hat die Ergebnisse der öV-Studie Baden–Turgi–Gebenstorf zur Kenntnis genommen und entschieden. Der Bahnhof Turgi soll künftig besser ans städtische Busnetz der RVBW angebunden werden. Für die Standorte Brisgi und Römerstrasse sind keine neuen Buslinien vorgesehen.
Die öV-Studie Baden–Turgi–Gebenstorf wurde aufgrund des Postulats Schmid/Wälty vom 3. Mai 2023 in Auftrag gegeben. Das Postulat forderte die Prüfung einer Busanbindung des Bahnhofs Turgi an das Netz der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW). Die Studie wurde von der Stadt Baden gemeinsam mit dem Kanton Aargau Sektion öffentlicher Verkehr, der Gemeinde Gebenstorf, den Transportunternehmen RVBW und PostAuto sowie dem Planungsbüro INFRAS, Zürich, erarbeitet und mit den zuständigen verwaltungsinternen Fachabteilungen abgestimmt. Neben einer Anbindung des Bahnhofs Turgi an das RVBW-Netz wurde mit der Studie auch die Buserschliessung der Quartiere Brisgi und Römerstrasse untersucht. Stadtammann Markus Schneider betont: «Die Entscheide basieren auf einer umfassenden Analyse. Mit der geplanten Verlängerung der Linie 4 vom Kappelerhof zum Bahnhof Turgi wird die regionale Anbindung verbessert, während für die Quartiere Brisgi und Römerstrasse andere Lösungen wie optimierte Fusswege und bestehende Angebote zielführend sind.»
Bahnhof Turgi wird ans RVBW-Netz angebunden
Mit der Verlängerung der Buslinie 4 vom Kappelerhof bis zum Bahnhof Turgi will der Stadtrat die Erreichbarkeit des Bahnhofs Turgi verbessern, den Ortsteil Wil sowie das Quartier Kappelerhof besser an den Bahnhof Turgi und an Turgi Dorf anbinden und damit den Bahnhof Baden entlasten. Die Umsetzung ist erst nach Abschluss des kantonalen Strassensanierungsprojekts Landstrasse in Turgi möglich, das voraussichtlich 2026/2027 startet und rund zwei Jahre dauert. Deshalb ist die Einführung der verlängerten Linie 4 frühestens Ende 2029 realistisch. Die Anbindung des Bahnhofs Turgi an das Netz der RVBW ist ebenfalls im kantonalen Gesamtverkehrskonzept (GVK) Raum Baden und Umgebung vorgesehen. Als langfristiger Zielzustand ab etwa 2035 ist eine Weiterführung der Linie 4 via Geelig bis Gebenstorf Cherne geplant.
Brisgi-Areal: Optimierung statt neue Linie
Für das Brisgi-Areal wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft, darunter auch eine neue Buslinie. Die Studie zeigt, dass eine direkte Busanbindung nicht zielführend ist. Die bestehende Erschliessung über die Linien 1 und 4 im attraktiven 7.5-Minuten-Takt wird beibehalten und durch zukünftige Optimierungen an den Haltestellen an der Bruggerstrasse wird die Zugänglichkeit für das Brisgi weiter verbessert. Im Rahmen der Überbauung Brisgi entstehen neue Fusswege und Liftanlagen, die den Höhenunterschied zur Bruggerstrasse leichter überwinden und die Erreichbarkeit der Bushaltestellen steigern. Eine zusätzliche Fussgängerbrücke über die Bahngleise wird nicht umgesetzt, da die Studie gezeigt hat, dass diese Massnahme kein gutes Verhältnis von Kosten und Nutzenbieten.
Keine Buslinie in der Römerstrasse
Die Studie hat verschiedene Varianten zur Buserschliessung der Römerstrasse geprüft. Das Ergebnis: Eine Wiedereinführung der Linie 9 würde hohe Infrastruktur- und Betriebskosten verursachen, ohne die Erschliessungsqualität wesentlich zu verbessern. Die Anbindung bleibt daher wie bisher über die Linie 3 in den Bädern sowie das Ruftaxi Roggebode bestehen.
Optimierung der Buslinie 6
Im Rahmen der Fahrplanvernehmlassung 2025 wurden durch den Kanton Aargau und die RVBW Verbesserungen im Frühverkehr von Rütihof und Dättwil in Richtung Baden Bahnhof umgesetzt. Hintergrund ist, dass der Betrieb auf dem Ast Rütihof–Dättwil–Baden bisher vergleichsweise spät startete. Neu fährt die Linie 6 bereits um 5.11 Uhr ab Rütihof (bisher 5.41 Uhr). Auch Birmenstorf profitiert von zwei zusätzlichen Frühfahrten in Richtung Baden Bahnhof (5.05 Uhr und 5.26 Uhr). Somit gibt es bei der Haltestelle Baden Kantonspital um 5.13 Uhr die erste der drei zusätzlichen Verbindungen in Richtung Baden Bahnhof.
Die Anpassungen treten mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember 2025 in Kraft. Die Stadt Baden dankt dem Kanton und den RVBW für die Umsetzung dieser Verbesserungen.
Quelle: Stadt Baden
13.12.2025
Weitere Informationen zur Fahrplanvernehmlassung sowie den neuen Fahrplan der RVBW ab 14. Dezember 2025 finden Sie unter: Fahrplanvernehmlassung - Kanton Aargau. RVBW-Fahrplan_2025_2026.pdf