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SEM legt vorübergehend sechs Bundesasylzentren still

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Flüchtlinge

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Symbolbild Pixabay

Weil die Zahl eingehender Asylgesuche in den letzten Wochen tiefer als prognostiziert ausfiel, legt das SEM vorübergehend die Bundesasylzentren (BAZ) in Thônex, Niederscherli, Aesch, Arlesheim, Sulgen und Chiasso für mehrere Wochen still. Diese Periode wird genutzt für kleinere Instandstellungsarbeiten. Wenn ab Sommer die Asylgesuche saisonal bedingt wieder ansteigen sollten, stehen die Kapazitäten dieser BAZ wieder zur Verfügung.

Spätestens ab Mitte Juni legt das SEM sechs BAZ vorübergehend still, um Überkapazitäten abzubauen, Kosten einzusparen und kleinere Unterhaltsarbeiten vorzunehmen. (Die temporäre Ausserbetriebsetzung verringert die Gesamtbetriebskapazität des SEM um rund 700 Plätze). Die Zahl der in den ersten vier Monaten des Jahres eingegangenen Asylgesuche fiel tiefer aus als prognostiziert; sie liegt knapp 20 Prozent unter den Vorjahreswerten.

Aktuell sind schweizweit 30 BAZ mit rund 7000 Unterbringungsplätzen in Betrieb. An der Entlastungsmassnahme zu Gunsten der Kantone, Schutzsuchende aus der Ukraine mit einem negativen Entscheid länger in den Bundesasylzentren zurückzubehalten, hält der Bund fest. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres fielen dank dieser Massnahme rund 35 000 Übernachtungen in Zentren des Bundes statt in solchen der Kantone an.

Das SEM überprüft seine Asylprognose jeweils nach den Sommerferien und passt sie gegebenenfalls an. Anfang 2026 ging das SEM von 25 000 Asylgesuchen für das ganze Jahr aus.

Quelle: Staatssekretariat für Migration SEM

23.5.2026