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Schweizer Behörden wollen enger zusammenarbeiten bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Arbeitsmarkt

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Symbolbild Pixabay

Die Mitarbeitenden der Integrationsförderung, der Sozialhilfestellen und der öffentlichen Arbeitsvermittlung in den Kantonen wollen noch enger zusammenarbeiten, um die erwerbsfähigen Personen aus der Ukraine, aber auch Flüchtlinge und Vorläufig Aufgenommene, noch besser in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Dies hielten 150 Fachleute am 20. Juni 2024 an der ersten nationalen Impulstagung zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten fest.

Der Bund wird diese mit einem Beauftragten für Arbeitsintegration, mit einer verstärkten Information an Arbeitgebende und Stellensuchende, aber auch mit Pilotprojekten zur Anerkennung von Diplomen und zur Beurteilung von Kompetenzen unterstützen. Bundesrat Beat Jans betonte, dass eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt allen zugutekomme. «Wir brauchen jetzt einen Ruck in der Schweiz bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt», sagte Jans.

Der Bundesrat hat am 1. November 2023 beschlossen, dass 40 Prozent der erwerbsfähigen Personen aus der Ukraine mit Status S bis Ende 2024 einer Arbeit nachgehen sollen. Aktuell liegt diese Quote bei rund 25 Prozent. Bei denjenigen Personen, die unmittelbar nach Ausbruch des Krieges in die Schweiz gekommen sind, liegt die Quote bei rund einem Drittel. In seiner Eröffnungsrede zur nationalen Impulstagung dankte Bundesrat Beat Jans den kantonalen Behörden für ihren kontinuierlichen Einsatz, der die bereits erfolgte Integration von mehr als 10'000 Personen mit Status S in den Arbeitsmarkt ermöglicht habe.

Jans räumte ein, dass der Bundesrat ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt habe. «Aber wir können es gemeinsam erreichen, wenn alle mitziehen». An der ersten nationalen Impulstagung, zu der die Staatssekretariate für Migration (SEM) und Wirtschaft (seco) eingeladen hatten, nahmen rund 150 Kaderleute und Mitarbeitende aus Integrations- und Sozialhilfestellen sowie Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) der Kantone teil. Sie diskutierten darüber, wie die Zusammenarbeit dieser Behörden weiter verbessert und insbesondere die Rolle der RAV gestärkt werden kann. Diese sind nahe am Arbeitsmarkt, kennen die regionalen Besonderheiten und die Bedürfnisse der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und wissen, was es braucht, bis stellensuchende Geflüchtete in den Arbeitsmarkt einsteigen und dort bestehen können. Das Ziel der Impulstagung war es, dass die Kantone voneinander lernen, um diese Arbeitsmarktintegration zu beschleunigen.

Anhand zweier Beispiele aus den Kantonen Zürich und Neuenburg wurde aufgezeigt, wie die fachstellenübergreifende Zusammenarbeit optimiert werden kann. Die Fachleute aus den 26 Kantonen diskutierten auf Basis dieser Inputs, wie die bestehenden Abläufe durch neue Ansätze und kurze Wege in allen Regionen verbessert werden können.

Auch die Wirtschaft und die Stellensuchenden müssen mitziehen

An der Impulstagung nahmen auch Arbeitgebende und Geflüchtete teil. Sie informierten darüber, wo es aus ihrer Sicht noch Verbesserungsbedarf gibt. «Viele ukrainische Stellensuchende wissen noch nicht, wie der Schweizer Arbeitsmarkt funktioniert und wo sie sich Informationen und Unterstützung holen können», sagte Beat Jans. Das SEM ist bereits daran, die Stellensuchenden, aber auch die Arbeitgebenden gezielt über die Unterstützungsangebote und Ansprechpartner zu informieren. Zudem soll sich Adrian Gerber, der Beauftragte des Bundesrates für Arbeitsmarktintegration, mit Unternehmen, den Verbänden der Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, den Branchenorganisationen und den Schutzsuchenden austauschen. Das Ziel ist, Hindernisse bei der Arbeitsintegration zu identifizieren und abzubauen und die Wirtschaft mit den arbeitswilligen Geflüchteten in Kontakt zu bringen. Darüber hinaus unterstützt der Bund Pilotprojekte zur Anerkennung von Diplomen und zur Beurteilung von Kompetenzen.

«Es profitieren alle»

Bundesrat Beat Jans erinnerte daran, dass eine bessere Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten allen Beteiligten zugutekomme. Den Schutzsuchenden aus der Ukraine, weil sie an Unabhängigkeit gewännen und sich wichtige Kompetenzen für den Wiederaufbau ihres Heimatlandes aneigneten. Die Wirtschaft profitiere, weil sie offene Stellen besetzen könne. Und die Schweizer Bevölkerung profitiere, weil weniger Steuergelder für die Sozialhilfe aufgewendet werden müssten, wenn Schutzsuchende selber Geld verdienten. Er rief die Schweizer Unternehmen noch einmal dazu auf, die Potenziale der Stellensuchenden aus dem Asylbereich zu erkennen und ihnen eine Chance zu geben. Die Schutzsuchenden forderte er auf, selber aktiv zu werden, eine unserer Landessprachen zu lernen und sich aktiv um eine Stelle zu bemühen. «Am schnellsten lernt man eine neue Sprache ja bei der Arbeit. Auch deshalb ist ein früher Kontakt zwischen Arbeitgebenden und Stellensuchenden wichtig», sagte er. Dies bestätigten sowohl ein Arbeitgeber als auch ein Stellensuchender aus der Ukraine, der eine Stelle gefunden hat. Sie betonten aber auch, dass die Teilnahme an Sprachkursen und Integrationsmassnahmen eine zentrale Rolle spielen, um den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Die Fachtagung ist eine von mehreren Massnahmen auf Bundesebene, die der Bundesrat am 8. Mai 2024 zur Kenntnis genommen hat. Mit diesen Massnahmen soll die Integration von Personen aus dem Asylbereich in den Arbeitsmarkt weiter gefördert werden.

Quelle: Staatssekretariat für Migration SEM

21.6.2024

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