89 gemeinnützige Projekte erhalten Swisslos-Fonds-Beiträge: Vielfältige Projekte aus allen Bereichen
Mit dieser finanziellen Unterstützung wird die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt im Kanton Aargau gefördert.
89 gemeinnützige Projekt erhalten per 26. November 2025 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der unterstützten Projekte:
Gelebte Traditionen
• Die Operettenbühnen zählen zu den lebendigen Traditionen des Kulturkantons Aargau. Die Fricktaler Bühne Rheinfelden besteht seit 1974 und führt alle zwei Jahre eine Produktion durch. Im Herbst 2026 kommen die Besuchenden in den Genuss des Musicals "Hello Dolly!", einer Komödie mit Musik und Text von Jerry Herman.
• Auch das "Chlauschlöpfen" gehört zum immateriellen Kulturerbe. Bei der vor allem in der Region Lenzburg beliebten Tradition wird der "Samichlaus" im Dezember mit lautem Geknall von Geisseln aus seinem Schlaf geweckt. So beispielsweise beim 33. regionalen Chlauschlöpf-Wettbewerb in Othmarsingen.
• Der Aarauer Bachfischet zählt zu den ältesten dauernd gelebten Traditionen der Schweiz. Jährlich laufen über 3'000 Schülerinnen und Schüler von Aarau und umliegenden Gemeinden dem Stadtbach entlang durch die verdunkelte Aarauer Altstadt und feiern den Bachfischet mit kunstvoll gebastelten Lampions und dem "Bachfischet Lied". 2026 feiert die Heinerich-Wirri-Zunft das 500-jährige Jubiläum dieses Brauchtums mit einmaligen Projekten. Die Zuschauerinnen und Zuschauern dürfen sich auf Führungen, Lichtshows und Projektionen sowie Konzerte freuen.
Kreative Räume erleben
• Im Schweizer Kindermuseum in Baden steht ein begehbarer Adventskalender, inspiriert von der Aargauer Tradition der Quartier-Adventskalender. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte und Entwicklung des Adventskalenders und lädt Besucherinnen und Besucher zum Entdecken von 24 Räumen mit verschiedenen Facetten des Adventsbrauchs ein. Kleine und grosse Gäste erwarten kreative Überraschungen für alle Sinne und Geschichten von Simon Libsigs Weihnachtswichtelkind Wanda Wolkenbruch. Begleitend gestalten Kinder eigene Kalender, Schulklassen erleben Führungen und das Museum leuchtet dank festlich geschmückten Adventsfenstern.
• Die immersive Installation "Énergies fossiles" der Künstlerin Pauline Marx und einem internationalen Team thematisiert die verborgenen Energien und Lebensspuren in Fossilien und Gesteinen aus dem Jurapark Aargau. Mit handgefertigten Licht-, Duft-, Klang- und Textilobjekten laden die Künstlerinnen und Künstler das Publikum dazu ein, die fossile Vergangenheit im Rehmann Museum neu zu entdecken. Der Austausch zwischen Kunst, Alchemie und Wissenschaft steht dabei im Zentrum, regionale Materialien bilden die Basis der Arbeiten. Das Kollektiv vereint Expertinnen aus Keramik, Musik, Performance, Klangkunst, Textil und Pflanzenkunde und schafft so eine einzigartige, multisensorische Erfahrung.
• BiglerWeibel begleiten die Gesamtsanierung der Villa Langmatt mit einer mehrteiligen, prozesshaften künstlerischen Arbeit. Das Duo erforscht die sich verändernde Architektur mittels Performance, Kostümen und digitaler Medien. In ihren Videos und Fotografien verschmelzen Stoff, Projektionen und Räume, wodurch die historische Bausubstanz neu interpretiert wird. Das Projekt dokumentiert den Wandel aus weiblicher Perspektive und findet seinen Abschluss in einer Kabinettausstellung zur Wiedereröffnung des Museums Langmatt sowie einer poetischen Publikation als Daumenkino, das den künstlerischen Prozess spielerisch ins Printmedium überträgt.
Gemeinsam gesund
• Der WeltCHOR Baden ist ein Verein mit etwa 140 Sängerinnen und Sängern aus rund 20 Ländern. Er versteht sich als Integrationsprojekt, das Zugezogene und Einheimische durch gemeinsames Singen zusammenbringt. Für 2026 plant der Chor anlässlich seines zehnjährigen Bestehens zwei Jubiläumskonzerte – eines davon im Herbst im Campussaal Brugg-Windisch, begleitet von Kirchenkonzerten in der Region. Das Konzertprogramm wird ein "Best Of" der vergangenen zehn Jahre bieten.
• Die Sensibilisierungskampagne "Krisen nach der Geburt" des Vereins Bindungshaus Basel stärkt das gesellschaftliche Bewusstsein, baut Scham ab und informiert über Hilfsangebote wie das Bindungshaus für Familien. In der Schweiz gibt es bisher wenige niederschwellige Unterstützungsangebote, obwohl der Bedarf steigt. Die Kampagne beinhaltet einen Kurzfilm und 40'000 Flyer mit QR-Code und wird über Fachstellen, Gemeinden, Kitas, Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie soziale Medien verbreitet. Die Verbreitung erfolgt in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau.
• Jährlich werden in der Schweiz rund 6'000 Kinder zu früh oder krank geboren. Das Projekt "Verstehen, begleiten, stärken" der gemeinnützigen Organisation "Frühchen Schweiz" richtet sich an das Umfeld betroffener Familien, informiert sie mit einer Broschüre und einem Webinar über die Situation, gibt konkrete Empfehlungen und fördert Empathie. Ziel ist es, Unsicherheit abzubauen und unterstützende Beziehungen zu stärken. Die Angebote sind einfach zugänglich, anonym und kostenlos. Dadurch wird das soziale Netzwerk der Eltern gestärkt, die Isolation reduziert und die psychische Gesundheit von Familien verbessert.
• Über Sexualität im Alter wird selten offen gesprochen, obwohl auch ältere Menschen den Wunsch nach Intimität und Austausch haben. Informationen konzentrieren sich oft auf Probleme statt auf positive Aspekte. Das Projekt der Organisation Sexuelle Gesundheit Schweiz schliesst diese Lücke: Seniorinnen und Senioren werden in Workshops zu sogenannten "Peers" weitergebildet, um selbst Kurse zur sexuellen Gesundheit für Gleichaltrige anzubieten. Der Austausch unter Gleichaltrigen erleichtert den offenen Umgang mit sexualitätsbezogenen Themen und fördert die psychische Gesundheit.
Quelle: Kanton Aargau
8.12.2025