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Rechnungsabschlüsse im Kanton Luzern 2025: Hoher Gesamtüberschuss, grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden

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Schweizer Franken

Schweizer Franken

Symbolbild Pixabay

Die Luzerner Gemeinden erzielten im Rechnungsjahr 2025 gesamthaft ein positives Ergebnis mit einem Ertragsüberschuss von gut 282 Millionen Franken. Das ist das zweithöchste Ergebnis nach dem Rekordergebnis vom Vorjahr. Erwartet hatte man gemäss Budgets einen Verlust von gut 41 Millionen Franken. Was den Umfang der Überschüsse betrifft, unterscheiden sich die Gemeinden stark, wie LUSTAT Statistik Luzern im Webartikel zu den Rechnungsabschlüssen der Gemeinden mitteilt.

Im Rechnungsjahr 2025 erzielten die Luzerner Gemeinden insgesamt ein positives Rechnungsergebnis mit einem Ertragsüberschuss von 282,2 Millionen Franken. Dieses Ergebnis ist das bisher zweithöchste und liegt 13,1 Millionen Franken unter dem rekordhohen Vorjahresergebnis. Das hohe positive Ergebnis wird massgeblich von den Städten Kriens und Luzern verantwortet. Von den 79 Gemeinden wiesen 59 einen positiven und 20 Gemeinden einen negativen Abschluss aus.

Mehrheit der Gemeinden schliesst besser ab als budgetiert

74 von 79 Gemeinden konnten besser abschliessen als budgetiert. Das bessere Ergebnis wurde massgeblich dank der Erträge erzielt, die bei den meisten Gemeinden höher ausfielen als veranschlagt. Der Gesamtaufwand der Gemeinden lag etwas höher als budgetiert. Im Einzelnen fiel der Aufwand bei 39 Gemeinden höher und bei 40 Gemeinden tiefer aus als in den Budgets.

3 von 4 Gemeinden mit Ertragsüberschuss

Im Rechnungsjahr 2025 erzielten 59 der 79 Luzerner Gemeinden einen positiven Rechnungsabschluss. Was den Umfang der Ertragsüberschüsse betrifft, unterscheiden sich die Gemeinden stark. Überschüsse von über einer Million Franken resultierten bei 27 Gemeinden. An der Spitze steht die Stadt Kriens, an zweiter Stelle die Stadt Luzern. Mit zusammen über 188,7 Millionen Franken Überschuss verantworten die beiden Städte massgeblich den hohen Überschuss der Gemeinden insgesamt. An dritter Stelle folgt die Gemeinde Meggen mit einem Überschuss von 26,9 Millionen Franken.

20 Gemeinden mit negativem Ergebnis

Ein negatives Rechnungsergebnis wiesen 20 Gemeinden aus. Die höchsten Aufwandüberschüsse resultierten in den Gemeinden Schenkon (1,8 Mio. Fr.), Oberkirch (1,8 Mio. Fr.) und der Stadt Willisau (1,0 Mio. Fr.).

Höchste Nettobelastung bei der Bildung

In den verschiedenen Aufgabenbereichen der Gemeinden können die Aufwände brutto oder netto ausgewiesen werden. Die Nettobelastung zeigt denjenigen Teil des Gemeindehaushalts, der aus allgemeinen Steuergeldern und Finanzausgleichszahlungen finanziert wird. Der Bereich mit der höchsten Nettobelastung war im Rechnungsjahr 2025 die Bildung mit 611,3 Millionen Franken, gefolgt von der sozialen Sicherheit mit 593,2 Millionen Franken. An dritter Stelle stand der Bereich Gesundheit mit 225,0 Millionen Franken.

Nettobelastung in Grossmehrheit der Bereiche gestiegen

Ausser dem Bereich Finanzen und Steuern verzeichnete die Nettobelastung in allen Aufgabenbereichen einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Der höchste Anstieg resultierte im Bereich Bildung (+46,5 Mio. Fr.). Im grösseren Umfang angestiegen sind die Kosten im Bereich Sonderschulung sowie bei der Primar- und Sekundarstufe. Den zweithöchsten Anstieg der Nettobelastung verzeichnete der Aufgabenbereich Gesundheit (+40,6 Mio. Fr.), wobei der Anstieg einen einflussreichen Sondereffekt bei der Stadt Kriens beinhaltet (Restfinanzierung Langzeitpflege).

Quelle: LUSTAT Statistik Luzern

23.7.2026