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Kleine Emme: Sonderkredit für Hochwasserschutz und Renaturierung im Abschnitt Dietenei/Rütmatt

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Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme

Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme

Bild ZVG Staatskanzlei Luzern

Der Kanton setzt schrittweise den Hochwasserschutz und die Renaturierung der Kleinen Emme um. Im Abschnitt Dietenei/Rütmatt auf dem Gemeindegebiet von Ruswil und Werthenstein war dabei eine Projektüberarbeitung erforderlich. Für das Projekt muss aktualisiert mit Gesamtkosten von 6,89 Millionen Franken gerechnet werden. Dementsprechend beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Sonderkredit in dieser Höhe. Die Umsetzung der Massnahmen soll ab Sommer 2026 erfolgen.

Nach dem Jahrhunderthochwasser von 2005 hat der Kanton Luzern ein umfassendes Gesamtkonzept für den hochwassersicheren Ausbau der Kleinen Emme von der Mündung der Fontanne bis zur Einmündung der Kleinen Emme ausgearbeitet und 2012 bewilligt. Die Umsetzung der Teilprojekte, die sich über 23 Kilometer Flusslauf erstrecken, erfolgt in drei Losen mit insgesamt 15 Abschnitten. Die geplanten Massnahmen des Gesamtprojekts werden jeweils in eigenständigen Projekten umgesetzt. Sechs Abschnitte, zuletzt der Abschnitt Thorenberg Süd, sind bereits fertiggestellt. Andere sind noch in der Planung oder werden überarbeitet.

Im Abschnitt Dietenei/Rütmatt (Los 3, Abschnitt 10) auf dem Gebiet der Gemeinden Ruswil und Werthenstein sieht das Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt zusätzliche Uferschutzmassnahmen und die Instandstellung bestehender Infrastruktur vor. Zwei Flusskurven prägen den Abschnitt, an dem auch die Kantonsstrasse als wichtige Verkehrsachse für die Region entlangführt. Zusätzliche Uferblocksätze sichern die Strasse in Zukunft vor Hochwassern. Durch das Abflachen der Uferbereiche wird sich die Kleine Emme in diesen Bereichen natürlicher entwickeln können. Die abgeflachten Ufer werden so gestaltet, dass sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten und als Flächen zur Förderung der Biodiversität genutzt werden können. Zwischen den beiden Kurven führt eine Bahnbrücke über die Kleine Emme. An deren Widerlagern werden die Ufersicherungen erneuert. Ausserdem sieht das Projekt eine Strukturierung der Flusssohle vor, damit auch bei niedrigem Wasserstand genügend Tiefe vorhanden ist und die Fischpassierbarkeit erhalten bleibt. Die Arbeiten im Abschnitt Dietenei/Rütmatt sollen von 2026 bis 2028 ausgeführt werden. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 6,89 Millionen Franken. Nach Abzug des Bundesbeitrags verbleiben dem Kanton Kosten von 3,8 Millionen Franken.

Projektüberarbeitung führt zu Mehrkosten

Im Abschnitt Dietenei/Rütmatt hat der Kanton bereits 2005 und 2009 Hochwasserschutzmassnahmen realisiert. Im Rahmen der weiteren Planung wurde ersichtlich, dass eine Projektüberarbeitung nötig ist. Das maschinelle statt natürliche Abflachen der Ufer, zusätzliche Uferblocksätze zum Sichern der Kantonsstrasse, mehr abzutragender Fels und schliesslich die Teuerung sind Faktoren, welche im Vergleich zum ursprünglichen Kostenvoranschlag für diesen Abschnitt zu Mehrkosten in der Höhe von gut 3,9 Millionen Franken und damit zu den Gesamtkosten von 6,89 Millionen Franken führen. Aufgrund der Kredithöhe ist eine Ausgabenbewilligung durch den Kantonsrat erforderlich, weshalb der Regierungsrat beim Kantonsrat einen entsprechenden Sonderkredit beantragt.

Quelle: Staatskanzlei Luzern

11.2.2026


Strategiereferenz

Diese Massnahme dient der Umsetzung der politischen Schwerpunkte im Bereich

- Ökologisierung

- Urbanisierung

gemäss Kantonsstrategie


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