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Kanton Luzern unterstützt Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain bei Transformationsprozess

Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain

Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain

© Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain / Fotografin: Irène Lütolf

Dem Schweizerischen Agrarmuseum Burgrain droht aufgrund finanzieller Engpässe die Schliessung. Der Regierungsrat ist bereit, in diesem Jahr 350’000 Franken aus den Lottererträgen für eine nachhaltige Transformation des Museums beizusteuern.

Der Regierungsrat unterstützt mit einem Beitrag aus dem Lotteriefonds das Agrarmuseum Burgrain, das in finanzielle Schieflage geraten ist. Er ist bereit, für die Weiterführung des Betriebes im Jahr 2024 insgesamt 350'000 Franken zur Verfügung zu stellen – davon sind 150'000 Franken für den Transformationsprozess vorgesehen, um das Agrarmuseum organisatorisch neu und nachhaltig auszurichten. Diese finanzielle Unterstützung soll auf Basis einer Leistungsvereinbarung erfolgen. «Es gilt den Betrieb effizienter zu gestalten, dem Angebot und den Besucherzahlen entsprechend zu organisieren sowie die Synergien mit den anderen Betreibern auf dem Areal Burgrain zu nutzen», fordert Regierungsrat Dr. Armin Hartmann. Weiter soll sich das Museum aufgrund der nationalen Alleinstellung künftig auch überregionale Unterstützungsbeiträge sichern.

Regionale Kulturförderung

Seit 2017 erhält das Museum keine Strukturförderung mehr vom Kanton, da dafür die Trägerstiftung des Museums zuständig ist und bisher keine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton besteht. Eine Einbindung in die künftige regionale Strukturförderung von regional bedeutenden Kulturinstitutionen soll im Rahmen der Weiterentwicklung der regionalen Kulturförderung geprüft werden. Dies beschloss der Kantonsrat im Januar 2023. (Botschaft 126). Dazu hält der Bildungs- und Kulturdirektor Armin Hartmann fest: «Eine allfällige künftige Überführung in die Strukturen der regionalen Kulturförderung ist einzig dann angezeigt, wenn das Schweizerische Agrarmuseum diese nun zwingend erforderlichen Schritte unternimmt, um den Museumsbetrieb nachhaltig zu betreiben und zu sichern».

Der für das Museum anstehende Transformationsprozess wird von der Stiftung Agrovision Muri und von der Josef Müller Stiftung Muri mitgetragen, welche beide auf dem Burgrain engagiert sind. Operativ wird der Prozess durch die Agrovision Burgrain AG angeführt, welche auf dem Areal einen Erlebnishof mit Gastronomie und Hofladen betreibt. Die Agrovision Burgrain AG wird in einem ersten Schritt zusammen mit dem Museum die organisatorischen Strukturen und Abläufe überprüfen, danach übernehmen und effizient aus einer Hand steuern. So kann das Synergiepotential auf dem Areal Burgrain optimal genutzt werden.

Agrarmuseum: Bildungs- und Dialogzentrum zum Thema Landwirtschaft und Ernährung

Die Stiftung Schweizerisches Agrarmuseum Burgrain eröffnete das Schweizerische Agrarmuseum Burgrain 2021 als interaktives Bildungs- und Dialogzentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung neu. Im Jahr 2023 lockte das Museum mit seiner neuen Hauptausstellung «Wer ist Landwirtschaft?» und den vielfältigen Veranstaltungen rund 22'000 Besucherinnen und Besucher an. Es erhält durchwegs positive Rückmeldungen aus Wissenschaft und Gesellschaft und wurde national mit Museumspreisen ausgezeichnet und auch für den Europäischen Museumspreis EMYA nominiert.

Quelle: Staatskanzlei Kanton Luzern

27.3.2024

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