Stellungnahme des Bundesrats vom 01.08.2025 zu den US-Zusatzzöllen
Der Bundesrat nimmt mit grossem Bedauern zur Kenntnis, dass die USA trotz der Fortschritte in den bilateralen Gesprächen und der von Beginn weg sehr konstruktiven Haltung der Schweiz unilaterale Zusatzzölle in erheblicher Höhe gegenüber Importen aus der Schweiz anwenden wollen.
Der vom US-Präsidenten genannte Zusatzzoll weicht deutlich vom Entwurf einer gemeinsamen Absichtserklärung ab. Dieser Entwurf war das Resultat intensiver Gespräche zwischen der Schweiz und den USA in den vergangenen Monaten und wurde vom Bundesrat am 4. Juli 2025 genehmigt.
Die Schweiz war und ist im Kontakt mit den verantwortlichen Stellen in den USA. Sie strebt weiterhin eine Verhandlungslösung mit den USA an, die sowohl mit der Schweizer Rechtsordnung als auch den bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen vereinbar ist.
Der Bundesrat wird die neue Sachlage analysieren und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Die höheren Zölle belasten die exportorientierten Unternehmen und ihre Zulieferer. Um Arbeitsplätze zu erhalten, setzt die Schweiz weiterhin auf das Instrument der Kurzarbeitsentschädigung.
Aufgrund des hohen Anteils an Industriegütern an den Schweizer Ausfuhren in die USA trägt vor allem dieser Sektor die zusätzliche Zollbelastung – so etwa die Schweizer Uhrenindustrie sowie Produzenten von Maschinen und Präzisionsinstrumenten. Von den Zöllen betroffen ist aber auch die Schweizer Lebensmittelindustrie.
Quelle: Der Bundesrat
2.8.2025