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Stadt Baden empfiehlt Eigenkapitalerhöhung für das Regionale Pflegezentrum Baden

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Die Regionale Pflegezentrum Baden AG (RPB AG) setzt mit der Strategie 2015+ eine zukunftsorientierte Alterspolitik am bestehenden Standort um. Es entsteht eine neue, zeitgemässe Pflegekonzeption mit grossem Mehrwert für die Badener Bevölkerung. Diverse exogene Faktoren haben zu Mehrkosten in der Projektumsetzung geführt. Nach intensiver Prüfung empfiehlt der Stadtrat eine Eigenkapitalerhöhung von 15 Mio. Franken. Das Stimmvolk wird über diese Vorlage voraussichtlich im Juni 2026 entscheiden können.

Basierend auf der Strategie 2015+ wird das Regionale Pflegezentrum Baden saniert und ausgebaut. Mit rund 300 Pflegebetten und 86 Alterswohnungen sowie einem diversifizierten Angebot an Pflege- und Altersdienstleistungen entsteht eine neue, zeitgemässe Pflegekonzeption mit grossem Mehrwert für die Badener Bevölkerung.

Eine Alterspolitik für die Zukunft

Die RPB-Strategie 2015+ basiert auf drei Säulen: Wohnen, Pflegen/Sterben und Nebenleistungen. Regula Dell’Anno, Verwaltungsratspräsidentin des RPB ist überzeugt: «Obwohl die RPB-Strategie 2015+ vor mehr als zehn Jahren entwickelt wurde, ist sie heute aktueller denn je. Sie entspricht einerseits den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren, möglichst lange selbstbestimmt leben zu können. Sie ist aber auch für die Stadt Baden und die ganze Region wichtig.» Denn das Pflegegesetz (PflG § 11) definiert den gesetzlichen Auftrag der Aargauer Gemeinden: «bedarfsgerechte und qualitativ gute Angebote in der ambulanten und stationären Langzeitpflege planen und sicherzustellen».

Die RPB AG ist mit Abstand die grösste Pflegeinstitution in der Region Baden. Die Institution betreibt rund 20% der kantonal bewilligten Pflegeplätze in der Region und beschäftigt rund 400 Mitarbeitende und 70 Lernende/Praktikanten.

Mehrkosten aufgrund unvorhersehbarer Faktoren

Diverse exogene Faktoren haben zu Mehrkosten in der Projektumsetzung und zur Diskussion geführt, durch wen diese Mehrkosten getragen werden.

Die ursprünglich kalkulierten Kosten des laufenden Neubauprojekts der RPB AG sind durch unvorhersehbare Entwicklungen (Corona-Pandemie, Ukrainekrieg) sowie durch die Beseitigung von Bodenkontaminationen gestiegen. Die RPB AG hat frühzeitig Sparmassnahmen ergriffen. Eine umfassende Prüfung der finanziellen Situation der RPB AG hat jedoch gezeigt, dass diese Massnahmen nicht ausreichen, um die Mehrkosten selbstständig auszugleichen und damit den Betrieb nachhaltig zu sichern. Die Überprüfungen wurden sorgfältig durchgeführt und durch die KPMG bestätigt.

Langfristige Stabilität und Wirtschaftlichkeit

Für die Stadt Baden als Alleinaktionärin der RPB AG ist das Ziel, dass die Beteiligung langfristig solide finanziert ist. Der Stadtrat ist daher überzeugt, dass eine Aktienkapitalerhöhung um CHF 15 Mio. aus Sicht der Eigentümerin der richtige Weg ist, um die finanzielle Stabilität der RPB AG und damit die Umsetzung der RPB-Strategie 2015+ sowie die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags auch langfristig zu sichern. Stadtammann Markus Schneider erklärt: «Eine Aktienkapitalerhöhung erhöht die finanzielle Stabilität und unterstützt künftige Entwicklungsschritte. Durch die AK-Erhöhung muss kein weiteres Fremdkapital aufgenommen werden, wodurch weitere finanzielle Belastungen vermieden werden können.»

Kapitalerhöhung bedarf einer Volksabstimmung

Die Aktienkapitalerhöhung von CHF 15 Mio. bedingt gemäss geltender Kompetenzordnung eine Volksabstimmung. Über die Kapitalerhöhung wird das Badener Stimmvolk voraussichtlich am 14. Juni 2026 entscheiden.

Quelle: Stadt Baden

3.7.2025