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Stadt Aarau ist Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)

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Die Stadt Aarau ist seit dem 6. Mai 2024 Mitglied der European Coalition of Cities Against Racism (ECCAR). Mit dem Beitritt bekennt sich Aarau klar zur aktiven Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung – ein Schritt im Einklang mit der Strategie Aarau 2034, welche Vielfalt, Inklusion und Chancengleichheit betont.

Gemeinsam mit über 190 europäischen Städten, darunter Basel, Bern, Zürich und Luzern, verpflichtet sich Aarau zur Umsetzung eines 10-Punkte-Aktionsplans. Dieser zielt auf strukturelle Verbesserungen unteranderem in den Bereichen Chancengleichheit, Bildung, kulturelle Vielfalt und Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung. Die Umsetzung erfolgt durch alle städtischen Abteilungen.

Mit dem Budget 2025 wurden Mittel für die Ausarbeitung eines Aktionsplans 2027–2030 bereitgestellt.

Sichtbarmachung und Mitwirkung

Ein zentrales Anliegen ist die Sichtbarmachung von Rassismus. Dafür organisiert die Stadt Fokusgruppengespräche mit Verwaltungsmitarbeitenden und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die daraus gewonnenen Situationsbeschriebe bilden die Basis für stadtspezifische Massnahmen, deren Ergebnisse Ende 2025 veröffentlicht werden.

Rechenschaft und externe Rückmeldung

Alle zwei Jahre ist Aarau im Rahmen des Online City Reportings an die ECCAR verpflichtet, über umgesetzte Massnahmen zu informieren. Die Berichte werden durch einen wissenschaftlichen Beirat, inklusive UNESCO, geprüft und mit individuellem Feedback ergänzt – ein wichtiger Schritt zur Qualitätsentwicklung. Der erste Bericht aus Aarau ist für 2026 geplant.

Bereits bestehende Aktivitäten

Aarau baut auf bestehendem Engagement auf: Die Regionale Integrationsfachstelle (RIF) Aarau ist seit 2020 aktiv. Seit 2023 organisiert sie Aktivitäten im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus. 2025 nahmen rund 50 Personen an moderierten Dialogveranstaltungen teil. Im Stadtmuseum bot eine Info-Ecke Hintergrundwissen und Fachpersonen können sich über das neue Netzwerk «Rassismuskritische Schule» austauschen und weiterbilden.

Zudem verweist die Stadt auf die kantonale Beratungsstelle für Betroffene rassistischer Diskriminierung, geführt durch die Anlaufstelle Integration Aargau (AIA).

Gleichwohl stehen in Aarau zum Thema Antirassismus noch weitere Aufgaben an. Die zentrale Herausforderung liegt einerseits darin, in der Stadtverwaltung das Verständnis und die Fähigkeit zum Thema Rassismus weiterzuentwickeln, Diskriminierung wahrzunehmen und sich kontinuierlich dagegen einzusetzen. Andererseits wird die Entwicklung eines stadtweiten Aktionsplans gegen Rassismus ein weiterer wichtiger Schritt sein. Dazu werden Fokusgruppendiskussionen mit verschiedenen Fachpersonen stattfinden.

Quelle: Stadt Aarau

22.5.2025