Bevölkerung des Kantons Luzern wächst weiter
Ende 2024 hatten gemäss den neusten Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik 437'944 Einwohner/innen ihren ständigen Wohnsitz im Kanton Luzern. Innerhalb eines Jahres ist die ständige Wohnbevölkerung damit um 5'200 Personen gewachsen, was einer Zunahme von 1,2 Prozent entspricht. Gesamtschweizerisch wuchs die Bevölkerungszahl im Jahr 2024 um 1,0 Prozent.
Sowohl Geburtenüberschuss als auch Wanderungssaldo führen zum Wachstum
Das Wachstum der Luzerner Bevölkerung ist sowohl auf einen positiven Wanderungssaldo als auch auf einen Geburtenüberschuss zurückzuführen. Im Jahr 2024 wurden kantonsweit 4'069 Lebendgeburten und 3'267 Todesfälle registriert, was zu einem Geburtenüberschuss von plus 802 Personen führte (2023: +764 Pers.). Noch stärker als der Geburtenüberschuss wirkten sich jedoch die Wanderungsbewegungen aus: Die Differenz aller Zuzüge (inkl. Übertritte der nichtständigen Wohnbevölkerung zur ständigen Wohnbevölkerung) und Wegzüge betrug im Jahr 2024 plus 4'199 Personen (2023: +6'923 Pers.).
Zuwanderung aus dem Ausland als Haupttreiber des Wachstums
Einwanderungen aus dem Ausland (inkl. Übertritte der nichtständigen Wohnbevölkerung zur ständigen Wohnbevölkerung) waren 2024 die grössten Treiber des Luzerner Bevölkerungswachstums. Beinahe zwei Drittel der gesamten Bevölkerungszunahme sind auf den positiven internationalen Wanderungssaldo zurückzuführen: Insgesamt zogen 7'999 Personen aus dem Ausland in den Kanton Luzern oder wechselten administrativ ihren Bevölkerungstyp. Gleichzeitig verlegten 4'608 Luzerner/innen ihren Wohnsitz ins Ausland. Unter dem Strich ergab sich damit ein deutlich positiver internationaler Wanderungssaldo von +3'391 Personen (2023: +6'161 Pers.). Der interkantonale Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Zuzügen aus anderen Kantonen und Wegzügen in andere Kantone, betrug 2024 für den Kanton Luzern +808 Personen (8'608 Zuzüge vs. 7'800 Wegzüge).
Ausländeranteil tiefer als im Schweizer Durchschnitt
Ende 2024 lebten unter den 437'944 Einwohnern/-innen mit ständigem Wohnsitz im Kanton Luzern 94'271 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Ihre Zahl stieg innerhalb eines Jahres um 3,7 Prozent, wodurch sich der Ausländeranteil auf 21,5 Prozent erhöhte (2023: 21,0%) – weiterhin deutlich unter dem gesamtschweizerischen Schnitt von 27,4 Prozent. Die Zahl der Luzerner/innen mit schweizerischer Staatsangehörigkeit wuchs um 1'800 auf 343'673 Personen an (+0,5%), wobei Einbürgerungen eine zentrale Rolle spielten: 2024 erhielten 1'461 Luzerner/innen das Schweizer Bürgerrecht.
Regionen wachsen unterschiedlich stark
In allen elf Analyseregionen des Kantons stieg 2024 die Bevölkerungszahl gegenüber dem Vorjahr an. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichneten die Regionen Michelsamt/Surental (+2,3%) und Unteres Wiggertal (+2,2%). Wird die Bevölkerungsentwicklung in einem grösseren Zeithorizont betrachtet, erfuhren die Region Sursee/Sempachersee (+16,3%) und der Agglomerationsgürtel (+16,2%) in den letzten zehn Jahren das prozentual stärkste Wachstum. Die grösste absolute Bevölkerungszunahme wurde in diesem längerfristigen Zeitraum im Agglomerationskern (+12'913 Pers.) verzeichnet. Die Analyseregion Entlebuch, die Region mit der schwächsten Bevölkerungszunahme, wuchs in der gleichen Zeitspanne um 624 Personen respektive 3,7 Prozent. Insgesamt stieg die Kantonsbevölkerung seit 2014 um 11,0 Prozent bzw. 43'340 Personen.
Auf Gemeindeebene gab es 2024 in 16 der 79 Luzerner Gemeinden einen Bevölkerungsrückgang. In den vergangenen zehn Jahren verzeichneten insgesamt 5 der 79 Luzerner Gemeinden einen Bevölkerungsrückgang. Den grössten längerfristigen Rückgang verzeichneten die Gemeinden Luthern (−5,1%), Fischbach und Flühli (je −1,2%). Das grösste prozentuale Wachstum registrierten längerfristig die Gemeinden Wauwil (+39,7%), Aesch und Gisikon (+38,3% bzw. 33,6%).
Quelle: LUSTAT Statistik Luzern
28.8.2025